Wirtschaftliche Entwicklung in den ersten drei Monaten 2026

Wesentliche Ereignisse in der Berichtsperiode

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2026 führten geopolitische Rahmenbedingungen, insbesondere die Kriege in der Ukraine und im Iran sowie die konfrontative Handels- und Zollpolitik der USA, zu erhöhter Unsicherheit an den weltweiten Kapitalmärkten sowie zu gedämpften Wachstumsaussichten und Investitionen. Viele Volkswirte sehen die Gefahr einer anhaltenden Rezession, falls die Zollkonflikte weiter eskalieren und die Kriege in der Ukraine und im Iran weiter andauern.

Vonovia ist mit ihrem Geschäftsmodell von protektionistischen Maßnahmen nicht unmittelbar betroffen. Gleichwohl hängt die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns stark von anderen volkswirtschaftlichen Parametern wie der Zins- und Inflationsentwicklung sowie der Entwicklung der Energiepreise ab. Der aktuelle Nahost-Konflikt führt zu weiteren Unsicherheiten bei unseren Kunden, sowie an Zins- und Kapitalmärkten. Derzeit sehen wir jedoch keine direkten Auswirkungen dieser Krise für die bisherige Geschäftsentwicklung von Vonovia. Indirekte Auswirkungen, insbesondere Risiken aufgrund energiepreisgetriebener Inflation und damit einhergehender steigender Zinsentwicklung sowie sonstiger Auswirkungen auf die Kapitalmärkte werden aktiv beobachtet und gesteuert, was in der Prognose entsprechend reflektiert ist.

Unser Kerngeschäft ist weiterhin durch eine hohe Nachfrage nach Mietwohnungen und eine positive Mietenentwicklung gekennzeichnet. Mit einer Leerstandsquote von 2,3 % zum Ende des 1. Quartals 2026 (Ende des 1. Quartals 2025: 2,1 %) war der Wohnimmobilienbestand von Vonovia nahezu voll vermietet.

Der Kundenzufriedenheitsindex (CSI) lag zum 31. März 2026 mit 75,2 % um 1,6 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorquartals in Höhe von 76,8 %.

Im März 2026 wurden weitere Meilensteine bei Klimaprojekten erreicht. So konnten Anfang März 2026 die ersten fertiggestellten Wärmepumpen-Cubes die neu geschaffene Produktionslinie unseres Kooperationspartners EnerCube GmbH und der DFA Demonstrationsfabrik Aachen GmbH verlassen. Darüber hinaus startete Vonovia im März 2026 in Hamburg gemeinsam mit decarbon1ze ein quartiersbezogenes Power-to-Heat-Projekt, bei dem zusätzliche Stromheizungen installiert werden.

Im Hinblick auf die Modernisierungsmaßnahmen konnte ein Fassadenprojekt nach dem Energiesprong-Prinzip mit vorgefertigten Solarfassaden und Infrarot-Heizfenstern umgesetzt werden, um die Gasheizung zu ersetzen. Des Weiteren startete Vonovia ein Großprojekt im Bereich der seriellen Fassadenmodernisierung: Um den Energieverbrauch für das Heizen zu senken, werden an den Außenwänden der Gebäude vorgefertigte Holztafelwände angebracht, die bereits eine Wärmedämmung sowie eine Wohnraumlüftung enthalten.

Zum 1. April 2026 trat Katja Wünschel als neues Vorstandsmitglied in das Unternehmen ein. Sie übernimmt die Vorstandsposition des Chief Development Officer (CDO) zum 1. Juni 2026 und folgt auf Daniel Riedl, der den Vorstand von Vonovia nach einer zweimonatigen Einführungsphase von Katja Wünschel zum 31. Mai 2026 im besten gegenseitigen Einvernehmen verlässt.

Die am 14. April 2025 begebene 2NC1-Anleihe über 750,0 Mio. € wurde am 12. März 2026 vorzeitig gekündigt und zum 14. April 2026 zurückgezahlt.

Am 20. April 2026 hat Vonovia eine neue variabel verzinste 2NC1-Anleihe über 1.000,0 Mio. € mit einer Laufzeit von 2 Jahren begeben.

Darüber hinaus hat Vonovia am 22. April 2026 eine 2NC1-Anleihe in schwedischen Kronen über 750 Mio. SEK mit einer Laufzeit von 2 Jahren platziert.

Der Aufsichtsrat der Vonovia SE schlägt der kommenden Hauptversammlung, die am 21. Mai 2026 in Bochum in Präsenz stattfindet, Dr. Anne-Marie Großmann-Minkwitz zur Wahl in den Aufsichtsrat vor. Sie soll auf Matthias Hünlein folgen, der nicht zur Wiederwahl antritt. Ebenfalls zur Wahl stellt sich Jürgen Fenk, der bereits seit April 2022 dem Aufsichtsrat angehört.

Mit Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2025 am 19. März 2026 haben Vorstand und Aufsichtsrat berichtet, der Hauptversammlung der Vonovia SE für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende in Höhe von 1,25 € je Aktie vorzuschlagen. Das ist ein Plus von 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr.

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