Mobiles Menu Mobiles Menu Close

Wirtschaftliche Entwicklung im 1. Halbjahr 2026

Wesentliche Ereignisse in der Berichtsperiode

Im 1. Halbjahr 2026 führten geopolitische Rahmenbedingungen, insbesondere der Krieg in der Ukraine, der Nahost-Konflikt sowie die konfrontative Handels- und Zollpolitik der USA, zu erhöhter Unsicherheit an den weltweiten Kapitalmärkten sowie zu gedämpften Wachstumsaussichten und Investitionen.

Vonovia ist mit ihrem Geschäftsmodell von protektionistischen Maßnahmen nicht unmittelbar betroffen. Gleichwohl hängt die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns stark von anderen volkswirtschaftlichen Parametern wie der Zins- und Inflationsentwicklung sowie der Entwicklung der Energiepreise ab. Der aktuelle Nahost-Konflikt führt zu weiteren Unsicherheiten bei unseren Kunden sowie an Zins- und Kapitalmärkten. Derzeit sehen wir jedoch keine direkten Auswirkungen dieser Krise für die bisherige Geschäftsentwicklung von Vonovia. Indirekte Auswirkungen, insbesondere Risiken aufgrund energiepreisgetriebener Inflation und damit einhergehender steigender Zinsentwicklung sowie sonstiger Auswirkungen auf die Kapitalmärkte, werden aktiv beobachtet und gesteuert, was in der Prognose entsprechend reflektiert ist.

Unser Kerngeschäft ist weiterhin durch eine hohe Nachfrage nach Mietwohnungen und eine positive Mietenentwicklung gekennzeichnet. Mit einer Leerstandsquote von 2,3 % zum Ende des 1. Halbjahres 2026 (Ende des 1. Halbjahres 2025: 2,1 %) war der Wohnimmobilienbestand von Vonovia nahezu voll vermietet.

Der Kundenzufriedenheitsindex (CSI) lag zum 30. Juni 2026 mit 77,3 % um 2,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vorquartals in Höhe von 75,2 %.

Zum 1. April 2026 trat Katja Wünschel als neues Vorstandsmitglied in das Unternehmen ein. Sie übernahm die Vorstandsposition des Chief Development Officer (CDO) zum 1. Juni 2026 und folgte auf Daniel Riedl, der den Vorstand von Vonovia nach einer zweimonatigen Einführungsphase von Katja Wünschel zum 31. Mai 2026 verließ.

Die am 14. April 2025 begebene 2NC1-Anleihe über 750,0 Mio. € wurde am 12. März 2026 vorzeitig gekündigt und zum 14. April 2026 zurückgezahlt.

Am 20. April 2026 hat Vonovia eine neue variabel verzinste 2NC1-Anleihe über 1.000,0 Mio. € mit einer Laufzeit von 2 Jahren begeben.

Darüber hinaus hat Vonovia am 22. April 2026 eine 2NC1-Anleihe in schwedischen Kronen über 750,0 Mio. SEK mit einer Laufzeit von 2 Jahren platziert. Am 20. Mai 2026 wurde diese Anleihe um 250,0 Mio. SEK (rund 23,0 Mio. €) auf 1.000,0 Mio. SEK (rund 92,0 Mio. €) aufgestockt. Die Laufzeit beträgt unverändert 2 Jahren. Die Anleihe ist nicht währungsgesichert.

Am 23. Juni 2026 hat Vonovia eine neue Wandelanleihe mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 850 Mio. € platziert. Die Anleihe wird im Juni 2031 fällig und trägt keine periodischen Zinsen. Die Anleihe ist in Vonovia Aktien wandelbar oder in bar auszugleichen. Aufgrund dieser Anleihebedingungen wird die Wandelanleihe vollständig als Fremdkapital behandelt. Die Wandlungsrechte werden als Derivatskomponente separat bilanziert und bewertet.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 21. Mai 2026, die in Präsenz stattfand, wurde für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende in Höhe von 1,25 € je Aktie beschlossen (Vorjahr: 1,22 € je Aktie). Der Gesamtbetrag der in bar ausgeschütteten Dividende belief sich damit auf 1.060.538.816,25 €.

Darüber hinaus wählte die Hauptversammlung Dr. Anne-Marie Großmann-Minkwitz in den Aufsichtsrat. Sie folgt auf Matthias Hünlein, der nicht zur Wiederwahl angetreten ist. Des Weiteren wurde Jürgen Fenk, der seit April 2022 dem Aufsichtsrat angehört, wiedergewählt.

Vonovia hat am 30. Juni 2026 das verbindliche Angebot vom 12. Mai 2026 zum Erwerb von weiteren 40,0 % der Anteile an der QUARTERBACK New Energy Holding GmbH, Leipzig, zu einem Kaufpreis von 1,00 € angenommen. Zum 30. Juni 2026 verfügte Vonovia insgesamt über eine Anteilsquote von 80,0 % an der QUARTERBACK New Energy Holding GmbH, Leipzig. Mit Erlangung der Beherrschung über die QUARTERBACK New Energy Holding GmbH wird die QUARTERBACK New Energy Gruppe mit insgesamt 63 Gesellschaften zum 30. Juni 2026 erstmalig im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss von Vonovia einbezogen.