Mobiles Menu Mobiles Menu Close

48 Anteilsbasierte Vergütung

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Berechnung der Verpflichtungen aus anteilsbasierten Vergütungen erfolgt anhand finanzmathematischer Methoden auf der Grundlage von Optionspreismodellen (Monte-Carlo-Simulation). Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts am Bilanzstichtag werden für die Monte-Carlo-Simulation unterschiedliche Parameter (risikofreier Zinssatz, annualisierte Volatilitäten, Korrelationen) herangezogen. Die annualisierte Volatilität und die Korrelation werden auf Basis der historischen Volatilität und der historischen Korrelation in dem Zeitraum kongruent zur Restlaufzeit auf Basis von täglichen Renditen ermittelt. Für die Ermittlung des risikofreien Zinssatzes wird die Zinsstrukturkurve basierend auf der Svensson-Methode herangezogen. Da der LTI die Gewährung eines Dividendenäquivalents vorsieht, ist eine Berücksichtigung der Dividendenrendite nicht erforderlich.

Anteilsbasierte Vergütungen, die durch Eigenkapitalinstrumente beglichen werden, werden im Zeitpunkt der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert der bis dahin erdienten Eigenkapitalinstrumente angesetzt. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung wird daher ratierlich über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst und direkt mit der Kapitalrücklage verrechnet.

Die Verpflichtungen aus anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich werden als sonstige Rückstellungen angesetzt und an jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Die Aufwendungen werden ebenfalls über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst (siehe [E38] Rückstellungen).

Vorstand von Vonovia

Im Rahmen des seit 2015 geltenden LTI wird den Vorständen jährlich eine feste Anzahl virtueller Aktien (Phantom Stocks) gewährt (Performance Share Units), die nach dem Ablauf der 4-jährigen Performance-Periode in Abhängigkeit vom Zielerreichungsgrad von zu Beginn der Performance-Periode definierten Zielen und der Entwicklung des Aktienkurses einschließlich während der Performance-Periode gezahlter Dividenden ausgezahlt werden. Der Zielerreichungsgrad wird abgeleitet aus den Zielgrößen Relativer Total Shareholder Return (RTSR), Entwicklung des EPRA Net Tangible Assets (NTA) pro Aktie, Entwicklung des Group FFO pro Aktie sowie dem sogenannten Sustainability Performance Index (SPI), die jeweils gleich mit 25 % gewichtet sind. Mit dem Geschäftsjahr 2024 wurde für alle noch nicht ausgezahlten Tranchen eine Planänderung vereinbart, indem die Entwicklung des Group FFO pro Aktie durch die Entwicklung des Adjusted EBT pro Aktie ersetzt wurde. Mit der Neufassung des Vorstandsvergütungssystems zum 1. Januar 2025 ersetzt für alle neuen LTI-Tranchen der Operative Free Cash-Flow (OFCF) pro Aktie das Ziel des Adjusted EBT pro Aktie, der SPI wird ohne den Customer Satisfaction Index (CSI) berücksichtigt und die Gewichtung der Ziele wurde geändert. Nunmehr fließen der RTSR zu 40 % und NTA pro Aktie, OFCF pro Aktie und der SPI zu jeweils 20 % in die Zielerreichung ein. Der dargestellte LTI stellt eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich (Cash-Settled-Plan) nach IFRS 2 dar; umgekehrt kann der Auszahlungsanspruch bei Nichterreichung des definierten Zielerreichungsgrads komplett entfallen.

Im Rahmen einer vorzeitigen Vertragsauflösung wurden einem Vorstandsmitglied 210.528 Stücke an virtuellen Aktien (Phantom Stocks) der Vonovia SE in einer weiteren 2-jährigen Tranche zum 1. Januar 2026 zugeteilt. Jede virtuelle Aktie vermittelt einen Zahlungsanspruch (brutto) in Höhe des Endaktienkurses einer Stammaktie der Vonovia SE. Die Abrechnung und Auszahlung der virtuellen Aktien erfolgt im üblichen Abrechnungsturnus für die variable Vergütung Anfang 2028.

Der Wert der insgesamt zugeteilten und zum 31. Dezember 2025 noch nicht ausgezahlten virtuellen Aktien aus dem LTI wurde von einem externen Gutachter nach anerkannten finanzmathematischen Verfahren (Monte-Carlo-Simulation) ermittelt. Die zum Stichtag ausgewiesene Schuld setzt sich wie folgt zusammen:

Vorstand Vonovia – Wert der insgesamt zugeteilten und zum 31. Dezember 2025 noch nicht ausgezahlten virtuellen Aktien aus dem LTIP

Tranche

Ende der Performance-Periode

Anzahl der Aktien

Durchschnittlicher Fair Value pro Aktie zum 31.12.2025 in €

Erdiente Rückstellung zum 31.12.2025 in €

2022–2025

31.12.2025

138.742

20,44

2.835.690

2023–2026

31.12.2026

262.026

28,56

5.593.261

2024–2027

31.12.2027

272.544

37,53

5.114.593

2025–2028

31.12.2028

247.477

27,61

1.703.618

2026–2027

31.12.2027

210.528

24,54

5.140.450

Aus dem LTI-Programm resultiert im Berichtsjahr 2025 ein Aufwand nach IFRS 2 von insgesamt 11,6 Mio. € (2024: 7,0 Mio. €).

Führungskräfte von Vonovia unterhalb der Vorstandsebene

Im Rahmen des seit 2016 geltenden LTI wird den Führungskräften jährlich eine feste Anzahl virtueller Aktien (Phantom Stocks) gewährt (Performance Share Units), die nach dem Ablauf der 4-jährigen Performance-Periode in Abhängigkeit vom Zielerreichungsgrad von zu Beginn der Performance-Periode definierten Zielen und der Entwicklung des Aktienkurses einschließlich während der Performance-Periode gezahlter Dividenden ausgezahlt werden. Der Zielerreichungsgrad wird abgeleitet aus den Zielgrößen Relativer Total Shareholder Return (RTSR), Entwicklung des EPRA Net Tangible Assets (NTA) pro Aktie, Entwicklung des Group FFO pro Aktie sowie dem sogenannten Sustainability Performance Index (SPI), die jeweils gleich mit 25 % gewichtet sind. Mit dem Geschäftsjahr 2024 wurde für alle noch nicht ausgezahlten Tranchen eine Planänderung vereinbart, indem die Entwicklung des Group FFO pro Aktie durch die Entwicklung des Adjusted EBT pro Aktie ersetzt wurde. Ab dem 1. Januar 2025 ersetzt für alle neuen LTI-Tranchen der Operative Free Cash-Flow (OFCF) pro Aktie das Ziel des Adjusted EBT pro Aktie, der SPI wird ohne den Customer Satisfaction Index (CSI) berücksichtigt und die Gewichtung der Ziele wurde geändert. Nunmehr fließen der RTSR zu 40 % und NTA pro Aktie, OFCF pro Aktie und der SPI zu jeweils 20 % in die Zielerreichung ein. Der dargestellte LTI stellt eine anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich (Cash-Settled-Plan) nach IFRS 2 dar; umgekehrt kann der Auszahlungsanspruch bei Nichterreichung des definierten Zielerreichungsgrads komplett entfallen.

Der Wert der insgesamt zugeteilten und zum 31. Dezember 2025 noch nicht ausgezahlten virtuellen Aktien aus dem LTI wurde von einem externen Gutachter nach anerkannten finanzmathematischen Verfahren (Monte-Carlo-Simulation) ermittelt. Die zum Stichtag ausgewiesene Schuld setzt sich wie folgt zusammen:

Führungskräfte – Wert der insgesamt zugeteilten und zum 31. Dezember 2025 noch nicht ausgezahlten virtuellen Aktien aus dem LTIP

Tranche

Ende der Performance-Periode

Anzahl der Aktien

Durchschnittlicher Fair Value pro Aktie zum 31.12.2025 in €

Erdiente Rückstellung zum 31.12.2025 in €

2022–2025

31.12.2025

33.354

20,44

681.409

2023–2026

31.12.2026

83.223

28,56

1.857.808

2024–2027

31.12.2027

76.458

37,53

1.580.904

2025–2028

31.12.2028

65.842

27,61

509.064

Aus dem LTI-Programm resultiert im Berichtsjahr 2025 ein Aufwand nach IFRS 2 von insgesamt 2,0 Mio. € (2024: 2,4 Mio. €).

Mitarbeiter

Im Jahr 2014 wurde die Konzernbetriebsvereinbarung „Arbeitnehmeraktienprogramm“ abgeschlossen. Das Programm startete ab dem Kalenderjahr 2015, wobei die zugeteilten Aktien (Anteile an der Vonovia SE) einer Haltefrist von sechs Monaten unterliegen und die Depotkosten durch Vonovia getragen werden. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitarbeiter, die zum 31. Dezember des jeweiligen Kalenderjahres mindestens eine ganzjährige Betriebszugehörigkeit aufweisen können. Die Aktien werden den Mitarbeitern in Abhängigkeit zum Bruttojahresgehalt mit einem Wert von 90 € bis maximal 360 € ohne Eigenanteil zugeteilt. Damit stellt das Arbeitnehmeraktienprogramm eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (Equity-Settled-Plan) nach IFRS 2 dar.

Aus dem Mitarbeiteraktienprogramm resultiert im Berichtsjahr 2025 ein Aufwand von insgesamt 2,7 Mio. € (2024: 2,7 Mio. €), der direkt mit der Kapitalrücklage verrechnet ist.