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37 Eigenkapital

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im sonstigen Ergebnis werden Veränderungen des Gesamtergebnisses ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern (z. B. Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen bei Vonovia unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Fair-Value-Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten und von derivativen Finanzinstrumenten, die als Cashflow Hedges designiert wurden. Des Weiteren zählen hierzu versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen sowie bestimmte Währungsumrechnungsdifferenzen.

Die sonstigen Rücklagen enthalten kumulierte ergebnisneutrale Änderungen des Eigenkapitals. Hier werden bei Vonovia der effektive Teil von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Sicherungsinstrumenten im Rahmen von Cashflow Hedges, die EK-Instrumente zum beizulegenden Zeitwert sowie die Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnung im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die sonstigen Rücklagen aus Cashflow Hedges und die Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnung sind reklassifizierungsfähig. Wird das gesicherte Grundgeschäft der Cashflow Hedges erfolgswirksam, werden die darauf entfallenden Rücklagen erfolgswirksam reklassifiziert. Bei Abgang eines ausländischen Geschäftsbetriebs erfolgt eine Reklassifizierung der darauf entfallenden Rücklagen.

Entwicklung des Gezeichneten Kapitals

Entwicklung des Gezeichneten Kapitals

in €

Stand zum 31. Dezember 2024

822.852.925,00

Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen vom 24. Juni 2025 (Aktiendividende)

12.768.562,00

Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage bis zum 31. Dezember 2025 (Aktientausch Deutsche Wohnen SE-Aktien)

12.594.898,00

Stand zum 31. Dezember 2025

848.216.385,00

Entwicklung der Kapitalrücklage

Entwicklung der Kapitalrücklage

in €

Stand zum 31. Dezember 2024

2.451.083.465,14

Agio aus Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen vom 24. Juni 2025 (Aktiendividende)

343.959.523,14

Agio aus der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage bis zum 31. Dezember 2025 (Aktientausch Deutsche Wohnen SE-Aktien)

375.831.756,32

Transaktionskosten aus der Ausgabe neuer Aktien (nach latenten Steuern)

-355.731,18

Entnahme aus der Kapitalrücklage

-548.412.973,73

Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen

-13.165.453,86

Stand zum 31. Dezember 2025

2.608.940.585,83

Dividende

Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 28. Mai 2025 wurde eine Dividende von 1,22 € pro Aktie für das Geschäftsjahr 2024 beschlossen. Die Gesamtsumme beträgt 1.003.880.568,50 €.

Wie in den Vorjahren hatten die Aktionäre die Wahl zwischen einer Barauszahlung der Dividende oder der Gewährung neuer Aktien. Innerhalb der Bezugsfrist haben sich Aktionäre mit insgesamt 35,53 % der dividendenberechtigten Aktien für die Aktiendividende anstelle der Bardividende entschieden. Dementsprechend wurden 12.768.562 neue Aktien aus dem genehmigten Kapital der Gesellschaft gemäß § 5b der Satzung der Gesellschaft („Genehmigtes Kapital 2022“) zum Bezugspreis von 27,938 € mit einem Gesamtbetrag von 356.728.085,14 € ausgegeben. Der Gesamtbetrag der ausgeschütteten Bardividende belief sich damit auf 647.152.483,36 €.

Genehmigtes Kapital

Das genehmigte Kapital 2022 wurde aufgehoben. Ein neues genehmigtes Kapital 2025 in Höhe von 246.855.877,00 € wurde geschaffen. Durch die Verwendung im Rahmen des Aktientauschs gegen Deutsche Wohnen SE-Aktien reduzierte sich dieses Kapital zum 31. Dezember 2025 um 12.594.898,00 € auf 234.260.979,00 €. Zudem kann das Bezugsrecht der Aktionäre für das genehmigte Kapital 2025 ausgeschlossen werden.

Kapitalrücklage

Die latenten Steuern in der Kapitalrücklage haben sich um 13,5 Mio. € (2024: 0,0 Mio. €) reduziert, da der Steuersatz vor allem infolge der für die kommenden Jahre beschlossenen Senkung der Körperschaftsteuer angepasst wurde.Dieser Effekt ist in den sonstigen ergebnisneutralen Veränderungen ausgewiesen.

Gewinnrücklagen und nicht beherrschende Anteile

Zum 31. Dezember 2025 belaufen sich die Gewinnrücklagen auf 24.130,8 Mio. € (31. Dezember 2024: 21.149,1 Mio. €). Diese beinhalten mit 43,8 Mio. € (31. Dezember 2024: 10,3 Mio. €) versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die nicht reklassifizierungsfähig sind und somit in nachfolgenden Berichtsperioden nicht mehr erfolgswirksam berücksichtigt werden dürfen.

Unter den nicht beherrschenden Anteilen ist der Anteilsbesitz Dritter an den Konzerngesellschaften erfasst.

Die neutralen Effekte in den Gewinnrücklagen und nicht beherrschenden Anteilen resultieren im Wesentlichen aus Transaktionen mit dem Co-Investor Apollo Capital Management L.P.

Im 3. Quartal 2025 erwarb Apollo Capital Management L.P. durch eine Tochtergesellschaft indirekt 10,2 % der Anteile an der Deutsche Wohnen SE für 1,0 Mrd. €. Durch diese Transaktion stiegen die nicht beherrschenden Anteile um 1,3 Mrd. €, während die Gewinnrücklagen um 0,3 Mrd. € sanken.

Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der Vonovia SE und der Deutsche Wohnen SE wurden 12.594.898,00 Aktien der Vonovia SE aus dem genehmigten Kapital 2025 geschaffen und gegen Deutsche Wohnen-Aktien eingetauscht. Dadurch sanken die nicht beherrschenden Anteile um 483,0 Mio. €.

Die Aktionäre, die nicht getauscht haben, erhalten eine Garantiedividende. Diese wurde, abgeleitet aus der Laufzeit des Ergebnisabführungsvertrags, mit ihrem Barwert in Höhe von 157,3 Mio. € passiviert und verminderte das Eigenkapital der nicht beherrschenden Anteile.

Daneben erhält der neue Deutsche Wohnen SE-Minderheitsaktionär Apollo Capital Management L.P. eine Garantiedividende. Diese wurde ebenfalls, abgeleitet aus der Laufzeit des Ergebnisabführungsvertrags, mit ihrem Barwert in Höhe von 310,9 Mio. € passiviert und verminderte ebenfalls das Eigenkapital der nicht beherrschenden Anteile.

Aus den Beteiligungen am Südewo-Portfolio und Norddeutschland-Portfolio erfolgte zum 30. Juni 2025 eine Ausschüttung von 165,2 Mio. € an die nicht beherrschenden Minderheiten der Apollo Capital Management L.P. In der Folge wurde das Verhältnis zwischen Gewinnrücklagen und nicht beherrschenden Anteilen im Eigenkapital um 98,7 Mio. € angepasst.

Die Einstellung von weiteren Garantiedividenden reduzierte die nicht beherrschenden Anteile um 153,5 Mio. € (31. Dezember 2024: 8,9 Mio. €).

Für die Deutsche Wohnen-Gruppe mit Sitz in Berlin als wesentliches Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen ergeben sich folgende zusammengefasste Teilkonzernfinanzinformationen, die auf Basis der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Vonovia erstellt wurden.

Teilkonzernfinanzinformationen Deutsche Wohnen

in Mio. €

31.12.2024 Deutsche Wohnen- Gruppe

31.12.2025 Deutsche Wohnen- Gruppe

Umsatz

1.574,6

1.499,7

Jahresergebnis

550,3

926,1

davon nicht beherrschende Anteilseigner

66,3

239,2

Sonstiges Ergebnis

2,1

3,8

davon nicht beherrschende Anteilseigner

-0,3

0,6

Langfristige Vermögenswerte

23.161,2

24.670,0

Kurzfristige Vermögenswerte

3.184,3

1.751,0

davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

388,6

442,2

Langfristige Schulden

11.438,0

10.780,5

Kurzfristige Schulden

2.042,1

1.836,5

Nettovermögen

12.865,4

13.804,0

Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit

725,5

793,6

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

-77,8

-295,2

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

-417,1

-488,3

Nettoveränderung der Zahlungs- mittel und Zahlungsmittel- äquivalente der aufgegebenen Geschäftsbereiche

-0,9

-43,5

Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente

230,6

10,1

Dividende je Aktie in €

0,04

0,04

Sonstige Rücklagen

Die Änderungen der Periode am sonstigen Ergebnis in Höhe von 291,1 Mio. € (2024: -93,9 Mio. €) resultieren im Wesentlichen aus dem Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung aufgrund der Kursveränderung der schwedischen Krone gegenüber dem Euro in Höhe von 276,0 Mio. € (2024: -143,0 Mio. €).